Marmolada: 3343 Meter

Die Marmolada, auch bekannt als die “Königin der Dolomiten”, ist eine Gebirgsgruppe in den Alpen zwischen Venetien und Trentino-Südtirol. Ihr höchster Gipfel ist die Punta Penia (3343 m). Im Osten ist die Gruppe vom Fluss Cordevole und im Westen vom Fassatal umschlossen.

IMG 3389

 

Im Winter bietet die Marmolada viele Wintersportmöglichkeiten, dies auch dank der Anbindung an das Skigebiet Dolomiti Superski: Arabba, Civetta und Sellarunde. Die wichtigste Piste auf der Marmolada ist die “Bellunese“, sie startet auf der Punta Rocca, auf 3269 m Höhe, und führt über eine Länge von 12 km bis hinunter nach Malga Ciapela auf 1446 m Höhe – sie ist damit die längste Piste der Dolomiten. Die “Bellunese“ ist mit der gleichnamigen Seilbahn, die in drei Teile geteilt ist, erreichbar: Der Erste hält in Banc, der Zweite kommt in Serauta und der Dritte in Punta Rocca an. Am Fuße des Massives liegt die Zone des Padon mit Pisten, die sowohl für die erfahrensten als auch die weniger erfahrenen Skifahrer geeignet sind, und mit Gebieten für die ganzen Familie.

 

Die Königin der Dolomiten ist nicht nur einer der besten Orte weltweit, um den alpinen Skisport auszuüben: Die Liebhaber des Skilanglaufes haben mehrere Loipen zur Verfügung und es fehlt auch nicht an Telemark- und Snowboard-Pisten oder Routen, die man mit den Schneeschuhen durch den Wald des Pettorinatals oder freeride mit den Bergführern zurücklegen kann. Außerdem fährt hier auch die Alpinschitour des Ersten Weltkrieges vorbei, eine Strecke, die sich am Fuße der Gipfel und unter berühmten Berggruppen, wie Civetta, Pelmo, Tofane, Lagazuoi, Conturines, Settsass, Sassongher, Sella und Marmolada, schlängelt.

Besonders interessant ist auch die Route “Der Fuchs beobachtet dich”, bei der man antike Traditionen und Handwerke von einst in Malga Ciapela entdecken kann.

 

Die Marmolada ist auch das Paradies des Alpinismus: Dieser Gipfel war der Protagonist der ersten Klettertouren und von da an ist es das Ziel von Climbern aus aller Welt, die von dem berühmten südlichen Hang (auch “silberne Wand” genannt) fasziniert sind, wo mehr als 100 Kletterrouten eröffnet wurden. Der Höhenweg Nr.2 der Dolomiten durchkreuzt das ganze Gebiet und bietet viele weitere Möglichkeiten, wie Wandern, Spazieren und Klettern in den Bergen, die auch ein geschichtlichkulturelles Interesse haben können: Es lohnt sich die Grotten und Laufgräben in Serauta zu besichtigen, die während des Ersten Weltkrieges von den italienischen Soldaten gegraben wurden.

 

Ideal ist die Marmolada auch für Radrennfahrer, die die schönsten Etappen des Giro d’Italia noch einmal entlangfahren und gleichzeitig den gefürchteten Passo Fedaia zurücklegen können, aber sie bietet auch Routen für Mountainbike- und Downhill-Begeisterte.

 

Die Marmolada gilt als die höchste Gebirgsgruppe der Dolomiten, obwohl sie nicht aus Dolomit besteht sondern aus grauem Kalkgestein, das sich aus Korallenriffen und vulkanischem Material gebildet hat.

 

Der Name Marmolada könnte aus dem lateinischen Wort “marmor”, das Marmor heißt, oder aus einer indoeuropäischen Wurzel, die auf Griechisch “marmar” und auf Italienisch “glänzen” heißt, stammen. Die Bedeutung des Namens bezieht sich vor allem auf den Gletscher, zu dessen Ursprung es eine Legende gibt: Die Sage erzählt von einer alten Frau, die am 5. August, dem Fest der Maria Schnee, trotz der geltenden Feiertagsruhe das Heu einbrachte. In der Nacht darauf begann es so stark zu schneien, dass sich ein Gletscher formte und unter sich die Alte mit ihrem Heu im Heuschober begrub.

 

sie sagen über uns

JoomShaper